Danke, bitte, ich möchte gern – Wie wichtig Manieren sind und wie wir sie unseren Kids einfach näher bringen

Danke, bitte, ich möchte gern – Wie wichtig Manieren sind und wie wir sie unseren Kids einfach näher bringen

Sobald man sich mit dem Nachwuchs in Gesellschaft begibt und die Kinder ein Alter erreicht haben, in dem ihr Umfeld von ihm schon ein höfliches Benehmen erwartet, werden die Eltern bei jedem Kontakt quasi auf die Probe gestellt. Gibt das Kind die Hand? Begrüßt es einen? Sagt es „Bitte“ und „Danke“ und gehorcht es den Eltern auch? Nicht selten werden vom Verhalten des Kindes Rückschlüsse auf die Kinderstube und Erziehung der Eltern gezogen und niemand möchte in einem schlechten Licht dastehen. Außerdem möchten die Eltern vermeiden, dass das Kind aufgrund unhöflichen Verhaltens ausgegrenzt oder argwöhnisch von den anderen Eltern betrachtet wird. Daher ist es schon im Kindergartenalter, ab etwa 3 Jahren, möglich und sinnvoll, dem Kind die ersten Umgangsformen beizubringen.

In der Interaktion Manieren lernen

Natürlich reicht es nicht, wenn man dem Kind nur erklärt, dass man „Danke“ und „Bitte“ sagt. Wie die meisten intelligenten Lebewesen, lernt schon ein Kleinkind anhand von Nachahmung und in der Interaktion mit seinen Bezugspersonen am schnellsten und einfachsten. So ist es durchaus sinnvoll, bereits im Kleinkindalter mit einem freundlichen „Danke“ zu reagieren, wenn das Kind den Eltern ein Spielzeug reicht. So lernt es, dass dieses Wort positiv besetzt ist und einem Lob gleicht. Im weiteren Verlauf der kindlichen Entwicklung kann man mit etwa 3 Jahren mit der Vermittlung von guten Manieren beginnen.

Manieren am eigenen Selbst erfahren

Ein Kindergartenkind kann Achtung, Rücksicht und Respekt anderen nur dann entgegen bringen, wenn es selbst so behandelt wurde. Heute ist Erziehungsberechtigten natürlich klar, dass ein Kind von Anfang an die selbe Würde wie jeder andere Mensch besitzt. Das sollte den Kindern im täglichen Umgang mit ihnen auch vermittelt werden. Es sollte nicht einfach aus seinem vertieften Spiel gerissen werden, weil es jetzt an der Zeit ist, das Mittagessen einzunehmen – eine höfliche Aufforderung sich die Hände zu waschen, da bald zu Tisch gegangen wird, bereitet die Kinder einerseits auf den anstehenden Aktivitätswechsel vor und ist sogleich auch die erste Erziehung in Puncto guter Manieren.

Es gehört sich bekanntlich, sich vor dem Essen die Hände zu waschen. Die Aufforderung dazu sollte auch von der Bezugsperson mit einem freundlichen „Bitte“ erfolgen, womit die Kinder gleich lernen, dass dieses Wort einfach zum guten Ton gehört. Ein weiteres Beispiel, den Kindern selbst gegenüber Höflichkeit und Rücksicht vorzuleben ist, sie ausreden zu lassen und ihnen bis zum Schluss zuzuhören, wenn sie uns etwas erzählen wollen. Das mag in manchen Situationen anstrengend sein, jedoch lehrt es die Kinder, dass man Andere beim Reden nicht unterbricht.

Die richtigen Umgangsformen vorleben

Umgangform | © panthermedia.net /robeo123
Umgangform | © panthermedia.net /robeo123

Wenn es zeitlich nicht anders möglich ist, sollten wenigstens am Wochenende die Mahlzeiten miteinander eingenommen werden. Hierbei sehen die Kinder schon an den Tischmanieren der Eltern, was beim Essen erlaubt ist und was nicht. Die Verwendung von Besteck, das ruhige Sitzenbleiben, das Reden nur mit freiem Mund. Selbst mancher Erwachsener vergisst manchmal darauf, dass es sehr unappetitlich ist, mit vollem Mund zu sprechen. Die Bezugspersonen sind hier gefordert, die Kinder höflich darauf hinzuweisen, dass man nicht mit vollem Mund spricht. Ab etwa dem fünften Lebensjahr, kann außerdem von einem Kind schon verlangt werden, dass es mit dem Aufstehen vom Esstisch wartet, bis alle ihr Mahl beendet haben.

Fazit zum näher bringen der Manieren

Um dem Kind einen guten Start in die Gesellschaft zu ermöglichen, ist es sinnvoll, ihm etwa ab dem Kindergartenalter, die wichtigsten Umgangsformen mittels liebevoller Erziehung beizubringen. Dabei sollte man jedoch nicht erwarten, dass es diese gleich von Anfang an beherrscht und immer berücksichtigt. Hier ist, wie bei Vielem, besondere Geduld und Beharrlichkeit sinnvoll, ohne das Kind aber zu einem Meisterschüler nach Knigge zu dressieren.

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