Lerncomputer für Kinder – Sinnvoll oder Geldverschwendung?

Lerncomputer für Kinder – Sinnvoll oder Geldverschwendung?

Der Fortschritt in der digitalen Welt geht auch an unseren Kindern nicht spurlos vorbei. Natürlich sollten wir unsere Kinder in bestimmten Bereichen und in gewissem Maße vor den Technikneuerungen schützen, sie kann ihnen aber auch helfen und sie auf ihrem Lernweg unterstützen. Das sollen Lerncomputer tun. Sie helfen den Kindern spielerisch neues zu erlernen und begleiten sie vom Kleinkindalter bis in die Schule. Aber was bringen diese gehypten Lernhilfen eigentlich wirklich? Ab welchem Alter ist mein Kind in der Lage ein solches Gerät zu verstehen und wie sicher sind die Lerncomputer?

Lerncomputer für Kinder

Den Einstieg in die Schulzeit wollen wir unserem Kind natürlich so angenehm wie möglich machen und fangen deshalb schon viel früher als vor dem ersten Schultag damit an, unser Kind zu fördern und zum eigenständigen Lernen und neugierigen Verhalten zu motivieren. Eine kleine Hilfe bieten uns in diesem Bereich kindgerechte Lerncomputer, auf denen Kinder von 3 Jahren bis ins Grundschulalter spielerisch Aufgaben lösen können. Im Folgenden möchten wir euch unsere drei Favoriten unter den Lerncomputern vorstellen, welche Vor- und Nachteile diese Geräte bieten und welche Kinder für ein solches geeignet sind.

Unsere drei Favoriten

Unsere drei Favoriten, der Vtech Storio 3S*, der Vtech Preschool Colour Laptop* und der Mattel Fisher-Price CDG57* sind für verschiedene Altersklassen von einem Jahr bis zum Grundschulalter geeignet und überzeugen alle mit einfacher, kindgerechter Handhabung und hilfreichen Spielen, auch im Bereich Fremdsprachen.

Vtech Storio 3S

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Beim Vtech Storio 3S* handelt es sich um ein interaktives Lern-Tablet, bei dem das Kind aktiv die Spiele und Aufgaben beeinflussen und steuern kann. Mit seinem großen Display ist es für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Unter den 18 vorinstallierten Apps gehören auch eine kindersichere Nachrichten-App, mit der das Kind mit seinen Freunden chatten kann, solange sie auch ein Storio S3* oder Zugang zu einem Smartphone oder Tablet haben.

Das Vtech Storio 3S* kommt mit einem 5 Zoll großen Farbdisplay, Mikrofon und Bewegungssensor mit 2 MP-Kamera und einem leicht zu bedienenden Steuerkreuz zur Spielsteuerung. Die Kamera lässt sich um 180° drehen, sodass aus der Frontkamera mit einem Klick eine Rückkamera wird, mit der das Kind seine Umgebung entdecken und fotografieren kann. Freizeitspaß haben, können die Kinder mit dem E-Reader, dem Musikplayer und den vielen lustigen Funktionen zur Bild- und Videobearbeitung. In jedem Bereich des Vtech Storio S3* findet ihr vorinstallierte Spiele und Anwendungen, die aber jederzeit durch Downloads anderer Spiele erweitert werden können. Bedient wird der Vtech Storio 3S* mit den Fingern oder einem beigefügten, handlichen Stift.

Vtech Preschool Colour Laptop

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Der Vtech Preschool Colour Laptop* ist ein kleiner Lerncomputer im Laptopformat – sogar eine kleine Maus ist enthalten – sodass die Kleinen wie Mama und Papa am Laptop arbeiten können. Der Laptop von Vtech* ist für Kinder ab 5 Jahren geeignet und soll sie auf die kommende Schulzeit vorbereiten. Mit 160 spannenden Lernspielen erlangt das Kind erste Kenntnisse in den Bereichen Buchstaben, Silben, Zählen, Wissenschaft, Logik und vielen mehr. Sogar die Uhrzeit lernen die Kinder mit dem Vtech Preschool Colour Laptop* abzulesen.

Sprachliche Entwicklung und Mathematische Grundkenntnisse sind das Hauptlernziel dieses Lerncomputers. Mit ihm wird nicht nur das eigenständige Lernen geübt, auch erste Computerkenntnisse können dem Kind nicht schaden. Der Vtech Preschool Colour Laptop* kann zweisprachig eingestellt werden, dadurch lernen die Kinder schon früh einen ganz natürlichen Umgang mit der englischen Sprache und nehmen nebenbei viele neue Worte auf, die ihnen im späteren Englischunterricht nützlich sein werden.

Dank einer Abschaltautomatik bleibt es den Eltern vorbehalten zu entscheiden, wie lange der Lernspaß dauern darf, da die die Kinder im Eifer des Gefechts schnell das Zeitgefühl verlieren können.

Mattel Fisher-Price CDG57

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Beim Mattel Fisher-Price CDG57* handelt es sich wieder um ein Lern-Tablet. Das ist in sofern praktisch als das man es überall mit hinnehmen kann und sich das Kind auch im Urlaub oder auf langen Autofahrten mit seinen Lernaufgaben beschäftigen kann. Das Mattel Fisher-Price CDG57* ist für Kinder ab 12 Monaten geeignet, also für noch sehr junge Kinder. Die kleinen Quadrate auf dem Display sind eigentlich kleine Knöpfe, auf die das Kind drücken muss, damit etwas passiert.

Die Verwendung wird vom Hersteller in drei verschiedene Stufen aufgeteilt. Die erste Stufe ist das Entdecken für Kinder ab 12 Monaten, bei denen erste Geräusche und Wörter die Neugierde des Kindes wecken sollen. Die zweite Stufe ist das Anregen für Kinder ab 18 Monaten. Durch Aufforderungen und Fragen des Tablets wird das Kind zum interaktiven Mitmachen angeregt. Die dritte Stufe, ab 24 Monaten soll dann die Vorstellungskraft anregen. Damit der Spaß des Kindes nicht zu kurz kommt, spielt das Tablet neben Wörtern und Lauten auch Lieder ab und blinkt in bunten Farben.

Sicherheit

Sicherheit bei Kindercomputern | © panthermedia.net / ilona75
Sicherheit bei Kindercomputern | © panthermedia.net / ilona75

Das Thema Sicherheit sollte beim Thema Kinder und Technik ganz oben stehen. Ihr solltet darauf achten, dass der Lerncomputer ausschließlich zum Spielen und Lernen verwendet wird und im besten Fall keine Möglichkeit hat, sich mit dem Internet zu verbinden, da hier Gefahren einer ganz anderen Größenordnung lauern können. Kann sich der Lerncomputer mit dem Internet verbinden, solltet ihr beim Kauf darauf achten, dass es zumindest eine Art Wlan-Sicherung gibt, mit der ihr den Internetzugang passwortschützen könnt. Ohne Internetzugang seid ihr aber auf der sichereren Seite.

Zu jung für einen Computer?

Viele Eltern wollen ihre Kinder so lange wie möglich von Technik und digitalen Medien fernhalten und diese Entscheidung ist auch richtig vernünftig. Fakt ist aber, dass Lerncomputer einen positiven Einfluss auf das Lernverhalten des Kindes haben können, da viele Kinder auf diese unbekannte und aufregende Technik neugierig sind, sie ausprobieren wollen und dadurch ganz automatisch am lernen sind.

Ab welchem Alter ist mein Kind nun aber bereit für einen Lerncomputer? Es ist unsinnig und Geldverschwendung Säuglingen einen Lerncomputer in die Hand zu drücken. Sie werden damit nichts anfangen können und sind auch noch zu jung, um durch blinkende Tasten und ein singendes Stück Plastik positiv beeinflusst zu werden. Ab dem Vorschulalter können die Lerncomputer aber wirklich etwas bewirken und sich auf die Motivation des Kindes auswirken.

Achtung Suchtgefahr!
Kinder sind viel anfälliger dafür, eine Sucht zu entwickeln als es Erwachsene sind. Werden dem Kind bei der Zeit, die es am Computer verbringen darf keine Grenzen gesetzt oder keine Alternativen zum digitalen Lernen geboten, so kann es ganz schnell zu einem Suchtverhalten kommen. Deswegen solltet ihr euch genau überlegen, ob ihr eurem Kind schon in einem Alter unter drei Jahren einen Lerncomputer zur Verfügung stellen möchtet.

Wie finde ich den passenden Lerncomputer?

Leider sind viele Geräte heutzutage mit ganz schön viel unnützem Schnickschnack ausgestattet, die dem Kind bezüglich des Lernens wirklich gar nichts nützen. Überwiegt beispielsweise die Anzahl der Spiele gegenüber den wirklich nützlichen Lern-Apps, so solltet ihr auf den Kauf eines solchen Gerätes lieber verzichten.

Nützlich

  • Kamera
  • Musikplayer
  • E-Reader
  • Zweisprachig zum lernen von Englisch

Störend

  • Videoplayer zum Abspielen von Filmen → Ablenkung
  • Zugang zum Internet → Gefahr

Lerncomputer: Nützlich oder Geldverschwendung?

Diese Frage können wir beantworten mit: Nützlich! Allerdings mit ein paar Einschränkungen. So sollte das Kind nicht unter drei Jahren sein, es sollten ihm immer Alternativen zum Lernen mit einem Computer geboten werden und ihr müsst darauf achten, dass sich auf dem Computer nicht mehr Unterhaltungs- als Lernspiele befinden. Dann ist ein Lerncomputer eine schöne Unterstützung (!), sollte aber nicht zum Hauptlernmedium werden.

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