Vorsicht, Zecken! – Wie wir unsere Kinder richtig vor Zecken schützen

Vorsicht, Zecken! – Wie wir unsere Kinder richtig vor Zecken schützen

Draußen im Freien werden Zecken bereits acht ab 8 °C aktiv und wenn es wärmer ist, spielen auch die Kinder gerne in der Natur. Eltern sollten sich mit dem Thema deshalb beschäftigen, um sinnvolle Vorsichtsmaßnahmen zu Schutz des Kindes vor Zecken zu treffen. Dass Kinder vom Spielen Blessuren, Kratzer und andere Schrammen davon tragen können und sich oft schmutzig machen ist ganz normal. Genauso kann es passieren, dass sich die Kleinen manchmal Zecken einfangen. Bisse sind nicht unbedingt schlimm, obwohl die kleinen Tiere unappetitlich aussehen. Eine Zecke sollte allerdings niemals ignoriert werden, denn es ist möglich, dass die Tiere Krankheiten übertragen.

Wie schütze ich mein Kind vor einer Zecke?

Eine Zecke ist nicht zu 100 % schädlich, aber das Risiko sollte nicht ignoriert werden. Sehr oft werden die Krankheiten, die durch einen Biss auf das Kind übertragen werden sehr spät oder sogar falsch diagnostiziert, was gravierende Konsequenzen haben kann. Daher gilt es, Langzeitschäden und Krankenhausaufenthalte möglichst zu vermeiden und das Kind zu schützen. Die Kinder sollten ihren Aufenthalt draußen in der Natur beim Spielen genießen können, deshalb sollte von Überreaktionen abgesehen werden.

In Mitteleuropa kommen folgende gefährliche Krankheiten vor:

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
FSME ist schädlich und es handelt es sich um eine virale Erkrankung. Es gibt keine direkten Behandlungsmittel. Es ist schlichtweg unmöglich, die Symptome bei FSME einzudämmen. Allerdings besteht die Möglichkeit einer Schutzimpfung gegen FSME zum Vorbeugen.

Diese Impfungen folgen drei Jahre nacheinander und gewähren dem Kind einen fünf Jahre langen ausreichenden Impfschutz. Die Krankheit FSME konzentriert sich auf bestimmte Regionen, es gibt so genannte Hochrisikogebiete im Süden Deutschlands. In Deutschland wurden im Jahr 2010 insgesamt 260 meldepflichtige Fälle gemeldet.

Borreliose
Bei der Borreliose handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, auch gegen diese gibt es keine Impfung zum Vorbeugen. Es wird keine Immunität durch die Infektion erworben, was ganz besonders schädlich ist. Wird die Krankheit allerdings zu spät diagnostiziert kann es passieren, dass sich die Bakterien ein Leben lang im Menschen aufhalten.

Im Gegensatz zu FSME tritt diese Krankheit flächendeckend auf. Je nachdem, können zwischen null und 30 % der Population verseucht sein. Borreliose wird mit Antibiotika behandelt und eine möglichst schnelle und genaue Diagnose ist sehr wichtig. Die Wanderröte ist kein zuverlässiges Indiz, denn diese Dritten ca. 50 % aller Infektionen auf. Die Symptome sind sehr unterschiedlich und es gibt keine Meldepflicht. Deshalb handelt es sich bis heute um eine unterschätzte Erkrankung in Hinsicht auf die Bedeutung.

Schutz zum Vorbeugen von Zecken

Das Kind sollte möglichst gut abgesucht werden, wenn es zu Hause ankommt. Die Lieblingsstellen von der Krabbeltiere sind:

• gut durchblutete und dünne Haut
• feuchte Gebiete
• warme Stellen

Fazit zur Gefahr von Zecken

Zecke | © panthermedia.net /Herbert Reimann
Zecke | © panthermedia.net /Herbert Reimann

Im besten Fall beträgt die Wirksamkeit von so genannten Zeckenschutzmitteln bis zu 4 Stunden. Wenn die Basis des Schutzmittels pflanzlich ist, weil es sich um natürliche Schutzmittel gegen eine Zecke handelt, dann reicht die Wirkung nur für maximal 2 Stunden aus. Schutzmittel sollten unbedingt flächendeckend und reichlich aufgetragen werden am besten wird zu einem Pumpspray gegriffen. Nicht nur die Haut, sondern auch die Kleidung sollte vom Mittel etwas abbekommen. Es kann aber sein, dass das Kind eine allergische Reaktion zeigt. Es ist wichtig, dass sich die Eltern nicht verrückt machen, wenn das Kind die Natur erleben und genießen möchte.

Es macht sowohl Sinn, die Kleidung zu imprägnieren und das Kind gegen FSME impfen zu lassen. Je nachdem, sollten dafür die Risikogebiete ins Auge gefasst werden. Borreliose sollte als Krankheit nicht unterschätzt werden, auch wenn diese nicht meldepflichtig ist. Diese Krankheit ist nämlich besonders flächendeckend verbreitet und wird oft falsch verstanden. Weil es so viele unterschiedliche Möglichkeiten für den Schutz des Kindes gegen die gefürchtete Zecke gibt sollten diese auch konsequent angewendet werden.

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