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Ist mein Kind hochbegabt? – Hochbegabung erkennen und fördern

Ist mein Kind hochbegabt? – Hochbegabung erkennen und fördern

Jedes Kind hat etwas, dass es besonders gut kann – eine Begabung. Manche Kinder haben jedoch außergewöhnliche Fähigkeiten, die weit über das Mittelmaß hinausgehen. Das nennt man eine Hochbegabung. Doch was bedeutet das überhaupt genau? Bei manchen Kindern zeigt sich die Hochbegabung bereits wenn sie noch ganz klein sind – bei anderen wird sie erst in der Schule oder sogar erst im Teenageralter entdeckt. Es ist wichtig für die Eltern die Anzeichen einer Hochbegabung frühzeitig zu erkennen und das Kind dementsprechend zu fördern, denn eine Hochbegabung kann auch wieder verloren gehen, wenn sie in jungen Jahren nicht gefördert wird. Wir zeigen euch im Folgenden was eine Hochbegabung überhaupt bedeutet, wie ihr sie erkennen und richtig fördern könnt.

Was ist eigentlich eine Hochbegabung?

Musikalische Hochbegabung | © PantherMedia / Ramona Heim

Hochbegabung ist ein viel benutztes Wort, doch was bedeutet es überhaupt hochbegabt zu sein? Dass Menschen und insbesondere Kinder, etwas besonders gut können, kommt sehr oft vor und ist auch ganz normal. Eine offizielle Hochbegabung ist das jedoch in den meisten Fällen noch nicht. Ob jemand offiziell hochbegabt ist, lässt sich mit dem sogenannten Intelligenz-Quozienten, oder kurz IQ messen. Bei nicht hochbegabten Menschen liegt der IQ bei ca. 100. Als hochbegabt gilt man ab einem IQ-Wert von 130, das betrifft in Deutschland jedoch nur etwa 2 % der Menschen. Ob man klassisch hochbegabt ist, kann ganz einfach mit einem Hochbegabung Test herausgefunden werden, den man entweder im Internet oder vor Ort in einer Beratungsstelle machen kann.

Aber Achtung: Oftmals geht es in diesen Tests um Logik und oft auch um mathematisches Verständnis. Nur weil ein Kind in diesen Bereichen normal abschließt oder Schwierigkeiten hat, bedeutet das nicht, dass eine Hochbegabung ausgeschlossen ist. Auch im künstlerischen, musischen und sportlichen Bereich können Hochbegabungen vorkommen. Die sind jedoch weitaus schwieriger zu definieren und zu testen, aber einfacher zu erkennen und zu fördern.

Hochbegabung erkennen bei Kleinkindern

Kleinkinder fördern | © PantherMedia / AndrewLozovyi

Wenn eine unentdeckte Hochbegabung vorliegt, ist es wichtig, diese möglichst schon im Kleinkindalter zu erkennen, denn eine Hochbegabung kann auch wieder verloren gehen, wenn sie nicht entsprechend oder gar nicht gefördert wird. Die Anzeichen, die hochbegabte Kleinkinder zeigen, sind für Eltern jedoch recht gut erkennbar. Wenn das Kind in wichtigen Entwicklungsphasen schnell Fortschritte macht, z.B. überdurchschnittlich schnell laufen oder sprechen lernt, schon früh ganze Sätze bilden kann und über einen großen Wortschatz verfügt, könnten das bereits Hinweise auf eine höhere Begabung sein.

Ein weiterer Hinweis, den man oft schon im Säuglingsalter beobachten kann, ist eine frühe Hand-Augen-Koordination. Das Kind zeigt früh Interesse an seiner Umgebung und hat eine gute Beobachtungsgabe. Kinder mit einem hohen Intelligenzquotienten interessieren sich oft schon früh für Zahlen und Buchstaben und können in vielen Fällen schon vor der Einschulung rechnen, schreiben und lesen. Oftmals suchen hochbegabte Kinder den Kontakt zu älteren Kindern oder Erwachsenen. Im Kindergarten lässt sich besonders gut beobachten, wenn das Kind nur ungern mit Gleichaltrigen spielt.

Hochbegabung erkennen bei älteren Kindern

Hochbegabung bei Kindern | © PantherMedia / Dmyrto_Z

Oftmals fällt ein besonderes Verhalten der Kinder, das auf eine Hochbegabung hindeuten könnte, erst auf, wenn sie aus dem Kleinkinderalter bereits raus sind. In der Schule fallen solche Verhaltensweisen auf. Wenn das Kind den anderen Kindern in seinen Fähigkeiten um einiges voraus ist, könnte das auf eine Hochbegabung hindeuten. Es zeigt anhaltendes Interesse in den unterschiedlichsten Bereichen und entwickelt dort selbstständig überdurchschnittliche Fähigkeiten.

Doch auch Probleme in der Schule können ein Hinweis auf eine höhere Begabung sein. So kommt es in manchen Fällen zur Arbeitsverweigerung, ausgelöst durch Langeweile, oder zu schlechten Noten, weil der Lehrer die ungewöhnlichen Lösungsstrategien des Kindes nicht akzeptiert. Aufgrund der fortgeschritteneren Entwicklung im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern orientiert sich das Kind in Richtung älterer Kinder oder Erwachsener, woraus ein Mangel an Sozialkontakten entsteht.

Fazit

Wenn viele dieser Eigenschaften auf Ihr Kind zutreffen, dann sollte möglichst bald mit einer entsprechenden Förderung begonnen werden. Im Alter von drei bis sechs Jahren ist das Gehirn des Kindes besonders aufnahmefähig. Eine gute Voraussetzung, um die besonderen Fähigkeiten des Kindes zu fördern. Eine professionelle Beratung ist trotz verschiedener Online-Tests sinnvoll. Gemeinsam mit Experten kann so die optimale Förderung des Kindes sichergestellt werden.

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