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Kinder und gesundes Essen: so tricksen Eltern kleine Mäkelmäulchen aus

Kinder und gesundes Essen: so tricksen Eltern kleine Mäkelmäulchen aus

Was Kinder als Lieblingsspeise akzeptieren, ist zu großem Teil von der Prägung abhängig. Leider wird der gute Wille vieler Eltern dabei vom Gutmeinen der Verwandtschaft torpediert. Mit Geduld, Konsequenz und ein paar Tricks lernen die Jüngsten, Genuss an gesunder Kost zu entwickeln.

Trick Eins: Verführung durch Nachahmung

Kinder mögen, was sie als selbstverständlich in ihrer kindlichen Umgebung wahrnehmen. Einen Obstkorb im Esszimmer oder frisches Gemüse auf der Anrichte sollten ständig befüllt stehenbleiben. Die Eltern müssen ihren Nachwuchs nicht zum Probieren überreden, wenn sie selbst ständig davon naschen. Auch das Zubereiten von Gemüse macht Kindern schon beim Zusehen Spaß. Sie werden zwanglos selbst probieren, wenn dieser Trick dauerhaft vorgeführt wird. Schmeckt eine Komponente nicht, bleiben noch genügend andere zum Entdecken übrig.

Trick Zwei: Gesunde Farbenspiele

Einseitige Ernährung kann kurzfristig mit Nahrungsergänzungen für Kinder von vitamoment.de kompensiert werden. Doch besser als Vitaminbärchen eignet sich Essen nach dem Ampelprinzip für eine vollständige Nährstoffversorgung. Ein bunter Teller spricht alle Kinder automatisch an. Zum Beispiel können in den geliebten Kartoffelbrei ein paar Karottenfäden rutschen oder sich Blumenkohlröschen, Mangold oder Spinat untermischen. Nudeln mit Tomatensoße werden mit wenig Oregano, frischer Petersilie und ein paar Käsespänen zum schmackhaften Teller-Vulkan. Begeistert probieren Kinder Speisen aus, die mit Saft von Rote Beete oder püriertem Blattgrün von Spinat kräftig bunt leuchten.

Trick Drei: Und mit Essen spielen wir doch!

Essen kreativ zu behandeln, ist keinesfalls ein Zeichen von Verschwendung. Viel mehr verbinden Kinder dadurch guten Geschmack mit Spielen. Ausstechformen zaubern aus Bratlingen ruckzuck Dinos oder Herzen, Eierscheiben Tomaten in Tomatengesichter. Pürierte Gemüseaufstriche lachen als Gabelgesicht vom Frühstücksbrot, während die Kartoffelsuppe mit rohen Paprikasticks eine lustige Frisur bekommt. Viele Rezeptportale sind voll von weiteren verrückten Zubereitungsideen, die ganz nebenbei ausgewogen sind.

Trick Vier: Egoismus von Kindern kitzeln

Die Welt kleiner Kinder gehört aus ihrer Sicht nur einer einzigen Person: ihnen. Diese Weltsicht lässt sich vorzüglich ausnutzen. Zum Beispiel können die Eltern neben jeden angerichteten Teller ein Stück Obst oder Gemüse legen. Beim Essen nehmen sie vom Teller des Kindes das Stück weg. Greift es empört nach seinem Eigentum, darf es dieses zurück haben und selbst probieren. Ebenso kann der Teller des Kindes befüllt und zu sich selbst gestellt werden. Dann gibt es das Angebot, ein Löffelchen oder Gäbelchen zu probieren. Aus kindlichem Egoismus klappt dies meistens, mit anschließender Begeisterung für die kulinarische Eroberung.

Trick Fünf: Speisen zuckerbewusst auswählen

Zucker ist in fast allen Nahrungsmitteln, die Kinder mögen. Allerdings brauchen sie davon bei ansonsten ausgewogener Ernährung null Gramm, eine ganze Kindheit lang. Das bedeutet nicht, dass sie nichts Süßes anrühren dürfen. Allerdings bekommt ihnen der Einfachzucker aus Früchten deutlich besser als schnöder und ungesunder Industriezucker. Eltern können den Zuckerkonsum ihres Nachwuchses durch die Auswahl zuckerarmer Getränke lenken. Einige Obst- und Gemüsesorten entwickeln beim Kochen einen natürlich süßeren Geschmack.

Fazit:

Kinder essen, was sie von den Eltern lernen. Ihre Ablehnung gegen gesunde Kost ist meist ein Ergebnis von Fehlprägung und nur schwer zu überwinden. Geduld, Fantasie und ein paar Tricks helfen dabei, in die Erziehung die Lust an ausgewogener Ernährung einzubeziehen.