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Ein ADHS-Kind macht die Familie kaputt? Das muss nicht geschehen!

Ein ADHS-Kind macht die Familie kaputt? Das muss nicht geschehen!

Das Wichtigste in Kürze

Entsteht ADHS durch falsche Erziehung der Eltern?

Nein, ADHS ist eine Neurodivergenz, die nicht durch das Elternhaus verursacht wird. Die genetischen Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Mehr dazu hier.

Warum ist provokantes Verhalten bei ADHS so häufig?

Impulsivität und Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation führen bei Kindern mit ADHS häufig zu provokativem Verhalten. Lies hier weiter.

Durch welches Elternteil wird ADHS weitergegeben?

ADHS-Genvarianten können von beiden Elternteilen vererbt werden, wobei das Risiko erhöht ist, wenn beide Elternteile betroffen sind. ADHS-Tipps für Eltern gibt es hier.

Du hast Angst, dass Dein ADHS-Kind die Familie kaputt macht? Das Wichtigste, das Du Dir klarmachen solltest, ist, dass Du nicht allein bist. Es gibt viele Eltern, denen es wahrscheinlich ganz ähnlich geht. AD(H)S und andere Neurodivergenzen bei Kindern können eine große Belastung für alle Beteiligten darstellen – inklusive des betroffenen Kindes selbst.

ADHS-Fakten auf einen Blick:

  • ADHS betrifft etwa 5-7% der Kinder weltweit.
  • Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen.
  • Die genaue Ursache von ADHS ist unbekannt, aber Genetik, Umweltfaktoren und Gehirnchemie spielen eine Rolle.
  • ADHS kann in unterschiedlichem Ausmaß auftreten und sich in verschiedenen Symptomen äußern.

In diesem Text erfährst Du zunächst mehr über die Ursachen und Symptome von ADHS und die Möglichkeiten zur medikamentösen Behandlung sowie anderer Therapieoptionen. Außerdem erklären wir Dir, worauf es bei der Zusammenarbeit mit Schule und Fachleuten ankommt. Wir geben Dir Tipps und Empfehlungen, wie Du den Stress reduzieren kannst, der durch das Zusammenleben mit einem ADHS-Kind entstehen kann, und zeigen Dir, wie Du eine unterstützende und liebevolle Umgebung für Dein Kind schaffen kannst, in der es sich entfalten und wachsen kann.

Unser Ratgeber beantwortet wichtige Fragen zum Thema ADHS, gibt praktische Tipps und hilft Dir, die Schwierigkeiten zu meistern, die ein ADHS-Kind mit sich bringt. Unser Ziel ist es, Dir und Deiner Familie das Leben mit ADHS zu erleichtern und das Empfinden, dass ein ADHS-Kind die Familie auseinanderreißt, in ein harmonisches Miteinander zu verwandeln.

Herausforderungen meistern und Harmonie schaffen

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie Du mit ADHS umgehen kannst, ist es zunächst ist es wichtig, die Ursachen und Symptome von ADHS zu verstehen. Denn auch wenn es eine naheliegende und verständliche Reaktion ist, einem ADHS-Kind vorzuwerfen, es mache die Familie kaputt, solltest Du Dir immer vor Augen halten, dass diese belastenden Verhaltensweisen nur bedingt kontrollierbar sind. Dein Kind wünscht sich wahrscheinlich genauso sehr wie Du, es könne anders.

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Dass Eltern bei einem Kind mit ADHS „Ich kann nicht mehr“ denken, ist eine legitime Reaktion.

Wir gehen auf die verschiedenen Therapieansätze ein, die sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Möglichkeiten beinhalten. Besonderen Wert legen wir darauf, Dir konkrete Strategien an die Hand zu geben, die Du im Alltag umsetzen kannst, um die Symptome Deines Kindes zu lindern und das Miteinander in der Familie zu verbessern.

Ursachen und Symptome von ADHS: Verstehen, was dahintersteckt

ADHS oder Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ist eine Neurodivergenz, die sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen kann. Um mit Kindern mit ADHS besser umgehen zu können, ist es wichtig, die Ursachen und Symptome von ADHS zu verstehen.

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Obwohl die genauen Ursachen von ADHS noch nicht vollständig geklärt sind, gibt es einige Faktoren, die eine Rolle spielen können. Dazu gehören genetische Faktoren, Umweltfaktoren und Probleme während der Schwangerschaft oder Geburt. Es ist wichtig zu betonen, dass die Eltern nicht „schuld“ sind, wenn ihr Kind ADHS hat. Die Vererbung von ADHS kann durch beide Elternteile erfolgen, wobei genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen.

Kinder mit ADHS zeigen häufig eine Verbindung von Aufmerksamkeitsproblemen, Hyperaktivität und Impulsivität. Hier einige der häufigsten Symptome, die bei Kindern mit ADHS auftreten können:

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Vermehrte Aggressivität ist eine der größten Herausforderungen beim Umgang mit ADHS-Kindern.
  1. Schwierigkeiten, sich auf eine Aufgabe oder Aktivität zu konzentrieren
  2. Häufiges Vergessen oder Verlieren von Gegenständen
  3. Probleme, Anweisungen zu folgen oder Aufgaben zu Ende zu bringen
  4. Häufige Unterbrechungen oder Störungen von anderen
  5. Unruhe oder übermäßige körperliche Aktivität
  6. Schwierigkeiten, still zu sitzen oder ruhig zu bleiben, wenn es erforderlich ist
  7. Impulsive Entscheidungen oder Handlungen, ohne über mögliche Folgen nachzudenken

Es ist wichtig zu beachten, dass jedes Kind anders ist und die Symptome von ADHS von Person zu Person variieren können. In einigen Fällen kann die Störung auch mit anderen psychischen oder Verhaltensproblemen einhergehen, die das Familienleben zusätzlich belasten können.

Achtung: Vermeide es, Dein ADHS-Kind zu kritisieren oder ihm seine Schwierigkeiten auf einer persönlichen Ebene vorzuwerfen. Konzentriere Dich stattdessen darauf, positive Verhaltensweisen und Erfolge hervorzuheben und gemeinsam mit Deinem Kind Lösungsstrategien für den Umgang mit Schwierigkeiten zu erarbeiten.

Erfolgreicher Umgang mit ADHS-Kindern: 10 Regeln für ein harmonisches Zusammenleben

In diesem Ratgeber geben wir Tipps für den Umgang mit ADHS-Kindern, damit Du wirksame Strategien entwickeln kannst, um Deinem Kind im Alltag zu helfen und ein harmonischeres Familienleben zu führen. Die folgenden 10 Regeln für ADHS können Dir als ein erster Leitfaden dienen:

  1. Informiere Dich über ADHS: Verstehe die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten, um besser auf Dein Kind eingehen zu können.
  2. Setze klare Strukturen: Etabliere einen festen Tagesablauf, feste Regeln und Routinen, um Deinem Kind Sicherheit und Orientierung zu bieten.
  3. Fördere positives Verhalten: Belohne gutes Verhalten und konzentriere Dich auf die Stärken Deines Kindes statt auf seine Schwächen.
  4. Schaffe eine ruhige Umgebung: Reduziere Ablenkungen und biete Rückzugsmöglichkeiten, um Deinem Kind beim Fokussieren zu helfen.
  5. Kommuniziere offen und einfühlsam: Sprich mit Deinem Kind über seine Gefühle und Ängste und zeige Verständnis für seine Herausforderungen.
  6. Sei geduldig und konsequent: Erwarte nicht sofortige Verhaltensänderungen und bleibe in Deiner Erziehung konstant und verlässlich.
  7. Suche professionelle Hilfe: Zögere nicht, Experten wie Ärzte, Therapeuten oder Lehrer um Unterstützung und Beratung zu bitten.
  8. Baue ein Unterstützungsnetzwerk auf: Tausche Dich mit anderen betroffenen Eltern aus und finde gemeinsam Lösungen und Strategien.
  9. Kümmere Dich um Deine eigene Gesundheit: Achte auf Deine körperliche und seelische Gesundheit, um den Herausforderungen gewachsen zu sein.
  10. Bleibe optimistisch: Glaube an Dein Kind und seine Fähigkeiten, sich trotz ADHS zu entwickeln und ein erfülltes Leben zu führen.

Tipp: Schaffe eine klare Struktur und Routine im Alltag Deines ADHS-Kindes. Erstelle einen Wochenplan, den Du mit Deinem Kind gemeinsam absprichst, und visualisiere den Tagesablauf, z. B. mit einer Farbtafel oder einem Kalender.

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Ein Kind mit ADHS in der Familie zu haben, kann eine große Herausforderung sein, aber das heißt nicht, dass ein ADHS-Kind die Familie kaputt machen muss. Mit den richtigen Strategien und Ansätzen kannst du ein harmonisches Zusammenleben fördern und deinem Kind helfen, seine Stärken zu erkennen und seine Schwächen zu überwinden. Die 10 Regeln für ADHS bieten eine solide Grundlage, um die täglichen Herausforderungen effektiv zu meistern, die ADHS mit sich bringt.

ADHS und Schuldgefühle der Eltern

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Eltern Schuldgefühle haben und sich bei einem Kind mit ADHS ein „Ich kann nicht mehr!“-Gefühl einstellt. In solchen Situationen ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass man als Elternteil nicht für die ADHS-Symptomatik des Kindes verantwortlich ist. ADHS ist eine Neurodivergenz, die nicht durch Erziehungsfehler oder mangelnde Zuwendung verursacht wird. Das Gefühl, dass das ADHS-Kind die Familie kaputt macht, sollte nicht als Schicksal angesehen werden, sondern als Ansporn, aktiv nach Lösungen zu suchen.

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Kinder mit ADHS sind oft genauso frustriert wie ihre Eltern.

Um Dein Kind bestmöglich zu unterstützen, kannst Du die oben genannten 10 Regeln für ADHS und den Umgang mit ADHS-Kindern anwenden und Dich mit anderen Eltern austauschen, um gemeinsam Lösungen und Strategien für den Alltag zu entwickeln. Durch diesen Austausch kannst Du wertvolle Erfahrungen sammeln, die Dir und Deiner Familie helfen, ein harmonisches Miteinander zu erreichen. Selbsthilfegruppen und Eltern-Kind-ADHS-Gruppen können dabei eine wichtige Rolle spielen und bieten eine Plattform, um Unterstützung zu finden und neue Perspektiven zu gewinnen.

ADHS-Tipps für Eltern: Bewältigungsstrategien und Ressourcen

  1. Bildung: Informiere Dich über ADHS und seine Auswirkungen auf Dein Kind, um besser darauf vorbereitet zu sein.
  2. Selbstfürsorge: Achte auf Deine eigene körperliche und emotionale Gesundheit, um den Herausforderungen gewachsen zu sein.
  3. Teamarbeit: Arbeite eng mit Lehrern, Therapeuten und anderen Experten zusammen, um Deinem Kind die bestmögliche Unterstützung zu bieten.
  4. Flexibilität: Sei offen für Veränderungen und bereit, neue Strategien auszuprobieren, um herauszufinden, was am besten für Dein Kind funktioniert.
  5. Geduld: Gib Dir und Deinem Kind Zeit, um Fortschritte zu machen und erkenne, dass Veränderungen nicht über Nacht geschehen.

Es ist wichtig, sich nicht nur auf die negativen Aspekte von ADHS zu konzentrieren. Stattdessen sollten die starken Seiten und Talente Deines Kindes gefördert werden. Eine positive Einstellung kann das Selbstvertrauen Deines Kindes stärken und ihm helfen, mit den ADHS-Symptomen besser umzugehen.

ADHS: Wie damit umgehen und ein normales Leben führen?

Kinder mit ADHS können durchaus ein normales Leben führen, wenn sie die richtige Unterstützung und Förderung erhalten. Hier sind einige Tipps, um Deinem Kind dabei zu helfen:

  1. Frühzeitige Diagnose und Intervention
  2. Medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapie
  3. Schulische Unterstützung
  4. Soziale Kompetenz fördern

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Medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten für ADHS-Kinder

Wenn sich das Gefühl einstellt, dass ein ADHS-Kind die Familie kaputt zu machen droht, ist es wichtig, die richtige Behandlungsmethode für das betroffene Kind zu finden. Die Therapie von ADHS bei Kindern kann sowohl medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Ansätze umfassen. Die Entscheidung für eine geeignete Therapie sollte individuell und in Absprache mit Fachleuten getroffen werden.

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Die Skepsis gegenüber Psychopharmaka ist weit verbreitet, aber sie sind oft der letzte Ausweg.

Die medikamentöse Therapie ist eine der gängigsten Behandlungsmethoden für ADHS bei Kindern. Sie kann helfen, die Symptome zu kontrollieren und den Alltag des Kindes und seiner Familie zu erleichtern. Häufig verschriebene Medikamente sind Methylphenidat (z. B. Ritalin) und Amphetamine (z. B. Adderall), die zu den sogenannten Stimulanzien gehören. Diese Medikamente wirken, indem sie die Konzentration der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn anheben und dadurch Aufmerksamkeit und Impulskontrolle verbessern.

Bei manchen Kindern können aber auch nicht-stimulierende Medikamente wie Atomoxetin (z.B. Strattera) oder Guanfacin (z.B. Intuniv) wirksam sein. Es ist wichtig, die medikamentöse Therapie unter ärztlicher Aufsicht durchzuführen und auf mögliche Nebenwirkungen zu achten.

Neben der medikamentösen Therapie gibt es eine Reihe nichtmedikamentöser Behandlungsmöglichkeiten für ADHS bei Kindern, die in Ergänzung zur medikamentösen Therapie oder als eigenständige Verfahren eingesetzt werden können. Dazu gehören:

  • Verhaltenstherapie: Hier arbeiten Kinder und ihre Familien mit erfahrenen therapeutischen Fachleuten zusammen, um das Verhalten des Kindes zu verbessern und den Umgang mit ADHS-Kindern zu erleichtern. Dabei können auch ADHS-Tipps für Eltern vermittelt werden, um die Erziehungskompetenz zu stärken.
  • Soziales Kompetenztraining: Dieser Ansatz hilft den Kindern, ihre sozialen Fähigkeiten zu verbessern und erleichtert ihnen den Umgang mit Gleichaltrigen und Erwachsenen.
  • Psychoedukation: Hier geht es darum, das Kind und seine Familie über ADHS aufzuklären, um ein besseres Verständnis der Störung und ihrer Auswirkungen zu erlangen. Dies kann dazu verhelfen, dass die Familie besser mit der Situation zurechtkommt und Antworten auf die Frage bekommt, wie mit ADHS umzugehen ist.
  • Ergotherapie: Ergotherapie kann den Kindern helfen, ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Selbstständigkeit im Alltag zu verbessern.
  • Entspannungstechniken und Achtsamkeitsübungen: Diese Techniken können dazu beitragen, Stress abzubauen und das emotionale Wohlbefinden von Kindern mit ADHS zu fördern.

An einem Strang ziehen: So bindest Du Schule, therapeutische Begleitung und Hobbys ein

Der Umgang mit ADHS-Kindern ist nicht auf die Familie beschränkt. Auch die Lehrkräfte in der Schule sind von der zusätzlichen Belastung betroffen. Dasselbe gilt für die Betreuenden in der Jugendgruppe oder dem Sportverein – denn ein erfüllendes Hobby gehört zu den besten Möglichkeiten, wie Du mit Deinem ADHS-Kind umgehen und ihm eine Gelegenheit zur Beschäftigung geben kannst.

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Ein Hobby, das viel Aktivität beinhaltet, kann helfen, überschüssige Energie abzubauen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schulen, Betreuungseinrichtungen, therapeutischen Fachkräften und den Leitern von Jugendgruppen oder Sportvereinen ist entscheidend, um ADHS-Kindern bestmöglich zu helfen und sie gut zu integrieren. Offene Kommunikation und proaktives Handeln sind dabei von zentraler Bedeutung. Hier einige Tipps für eine gute Zusammenarbeit:

  1. Offene Kommunikation: Informiere alle Beteiligten proaktiv über die Diagnose Deines Kindes, seine Bedürfnisse und die ADHS-Tipps für Eltern, die Du befolgst. Eine offene Kommunikation trägt dazu bei, dass alle Beteiligten die Situation besser verstehen und auf die Bedürfnisse des Kindes bestmöglich eingehen können.
  2. Regelmäßiger Austausch: Organisiere regelmäßige Treffen mit Lehrkräften, Betreuenden, der therapeutischen Begleitung und anderen Beteiligten, um die Fortschritte Deines Kindes zu besprechen, Probleme zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Das schafft Vertrauen und fördert die Zusammenarbeit.
  3. Individuelle Förderpläne: Arbeite eng mit dem Schulpersonal zusammen, um individuelle Förderpläne für Dein Kind mit ADHS zu erstellen. Diese Pläne sollten die spezifischen Stärken und Schwächen Deines Kindes berücksichtigen und darauf abzielen, sein Potenzial bestmöglich auszuschöpfen.
  4. Unterstützung in der Freizeit: Suche das Gespräch mit der Leitung von Jugendgruppen oder Sportvereinen, um sicherzustellen, dass sie über die ADHS-Symptomatik Deines Kindes informiert sind und passende Unterstützung anbieten können. Dies kann dazu beitragen, dass sich Dein Kind in der Gruppe wohlfühlt und aktiv am Gruppengeschehen beteiligt werden kann.
  5. Wertschätzung und Verständnis: Zeige Wertschätzung für die Bemühungen der Lehrkräfte, der Betreuenden und des Fachpersonals um Dein Kind. Ein respektvoller und wertschätzender Umgang fördert das gegenseitige Verständnis und trägt zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit bei.

Hinweis: Denke daran, dass die Betreuung und das Training in der Jugendgruppe oder dem Sportverein oft ehrenamtlich erfolgt, und die Betreffenden keine formelle Ausbildung haben, die ihnen den Umgang mit ADHS-Kindern erleichtern kann. Verlange nicht mehr von ihnen, als sie leisten können und unterstütze sie nach Kräften.

Gemeinsam stark im Umgang mit ADHS

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Umgang mit einem Kind mit ADHS Herausforderungen mit sich bringt, die aber mit den oben genannten Strategien und der richtigen Unterstützung gemeistert werden können. Eine Kombination aus Information, Selbstfürsorge, Teamarbeit, Flexibilität und Geduld ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Zusammenleben mit einem ADHS-Kind, ohne dass es die Familie kaputt macht.

Mit der richtigen Unterstützung und den richtigen Strategien kannst Du als Elternteil dazu beitragen, dass Dein ADHS-Kind sein volles Potenzial entfalten und ein erfülltes und glückliches Leben führen kann. Und gleichzeitig trägst Du dazu bei, ein harmonisches Familienleben zu gestalten und die Herausforderungen, die ein ADHS-Kind mit sich bringt, erfolgreich zu meistern.

ADHS-Kind in der Familie: FAQ

Was mache ich, wenn mein ADHS-Kind aggressiv wird?

Wichtig ist es, dass Du auf Vorwürfe und Schuldzuweisungen in jedem Fall verzichtest und selbst nicht ebenfalls aggressiv wirst. Das schließt Anschreien ein! Hilf Deinem Kind, die Wut zu durchleben, bis sie von selbst wieder geht.

Ist ein normales Leben mit ADHS möglich?

Auch wenn früher die Ansicht herrschte, dass sich ADHS im Erwachsenenalter auswächst, weiß man heute, dass dies nicht der Fall ist. Viele lernen aber mit der Zeit, mit der Neurodivergenz umzugehen, wobei Medikamente und Therapie helfen.

In welchem Lebensabschnitt ist ADHS am stärksten ausgeprägt?

Für viele Eltern ist der Eintritt in das Grundschulalter die schwierigste Zeit beim Umgang mit dem ADHS-Kind, weil es sich dann an langes Stillsitzen und Konzentration gewöhnen muss. Studien zeigen aber auch, dass ADHS in der Pubertät noch einmal stärker werden kann.

Quellen

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